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Entwurfsverfasser Landschaftsarchitektur:
Steffan Robel Jan Grimmek, A24 Landschaft Landschaftsarchitekturbüro GmbH

Mitarbeiter: Projekt: Joachim Naundorf, Carole Blessner, Maren Jeschke, Hendrikje Unteutsch, Ralf Johanning. Wettbewerb: Sibylle Lacheta
Fachplaner/Bauleitung: Baukontor Dümke GmbH
am Bau beteiligte Firmen: Baukontor Dümke GmbH
Auftraggeber/Bauherr: Stadt Eutin
Bearbeitungszeitraum: 2013 - 2016
Fläche: 9,5 ha
Planungs-/Baukosten: 7 Mio. Euro



Juryurteil:

Eutin nutzte 2016 die Landesgartenschau als Chance, die Stadt näher ans Wasser zu rücken. Zwischen Schlosspark und Seepark, am Ufer des Großen Eutiner Sees, nahe der Altstadt, entstand die neue Stadtbucht, die die bestehenden Grünanlagen am Eutiner See miteinander verbindet. Gestalterisch konsequent und behutsam zugleich fügten die Landschaftsarchitekten die markante neue Seepromenade in die historische Kulturlandschaft von Eutin ein. Sie übertrugen das Konzept der Sichtachsen des 200 Jahre alten Landschaftsgartens, der das barocke Wasserschloss umgibt, auf ihre Planung. So verwoben sie mit neuen Sichtachsen die historischen Anlagen mit dem gegenüberliegenden Seepark sowie die Altstadt mit dem Wasser.

Der Seepark, der als Gegenpol zum Schlosspark als moderne, bespielbare Freizeitlandschaft entwickelt wird, interpretiert den Landschaftspark. Als Zitat der historischen Lindenallee entwarfen die Landschaftsarchitekten Parkachsen, die Wege und Sichtachsen zugleich darstellen. An diesen Achsen lagern abwechslungsreiche und sehr gekonnt in die Anlage eingefügte Spielbereiche an. Holzstege ragen als Fortführung der Parkachsen ins Wasser. Wegeschleifen durchbrechen die Axialität und erschließen den üppigen Rhododendronhain im Park, der mit Neupflanzungen aufgewertet wurde.

Insgesamt zeichnet sich diese Arbeit durch einen sehr sensiblen Umgang mit dem Bestand und eine gekonnte Neuinterpretation von historischen Stilmitteln aus. So geben die Planer neue Impulse für eine künftige Stadtentwicklung von Eutin, mit der die Stadt ihre Identität als Stadt am Wasser herausarbeiten und ihr Profil schärfen kann.

 

Projekterläuterung:

Eutin ist ein gutes Beispiel, wie eine Stadt, die ohnehin von einer außerordentlichen Lagegunst zwischen zwei Seen profitiert, durch gezielte Eingriffe ihre Identität deutlich schärft. Attraktive, nutzbare Freiräume und neue Wegeverbindungen am Großen Eutiner See bringen die Stadt „zurück ans Wasser“. Die Wiederentdeckung der Wasserlagen wirkt profilbildend für Tourismus und Standortmarketing und erhöht die Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt.

Ausgangssituation
Trotz der Lagegunst boten die städtischen Freiräume entlang der Seeufer, mit Ausnahme des historischen Schlossgartens, bisher wenig Gestaltungs- und Aufenthaltsqualitäten. Der Bezug zum Wasser war kaum spürbar, es fehlten Wegeverbindungen und vor allem Angebote für Familien, Kinder und Jugendliche, für Sport und Freizeit. Die Stadt zum See zu öffnen, die Wasserlagen besser zugänglich und erlebbar zu machen und neue Angebote für Aktivität und Erholung zu schaffen wurde im Dialogprozess mit der Bürgerschaft als Anliegen erarbeitet. Im Rahmen den Landesgartenschau Eutin 2016 wurde der Wettbewerbsentwurf von A24 Landschaft realisiert. Es entstand eine neu interpretierte, sichtbar zeitgenössische Kulturlandschaft. Der aktuelle Entwurf nahm konzeptionell Bezug auf den Landschaftsgarten des 18.-19. Jahrhunderts, der das barocke Eutiner Wasserschloss umgibt.

Verzahnung von Stadt und See.
Eutin ist als Mittelzentrum, Wohn- und Arbeitsstandort regional bedeutend. Die Alt- und Innenstadt, geprägt von Fachwerk und klassizistischen Bauten und dem barocken Wasserschloss, liegt malerisch zwischen großem und kleinem Eutiner See. Die begünstigte Lage im Naturpark Holsteinische Schweiz macht die Region zu einer der beliebtesten Tourismusregionen im norddeutschen Binnenland. In dieser besonderen Lage gab es nur wenig Freiräume und Aufenthaltsmöglichkeiten am Seeufer. Der Entwurf nahm konzeptionell Bezug auf den Landschaftsgarten des 18.-19. Jahrhunderts, der das barocke Eutiner Wasserschloss umgibt, und verbindet die Stadt über den Park wieder mit dem Wasser. Der Umgang mit dem Bestand spielte eine besondere Rolle bei der Planung, so öffnet eine großzügige Freitreppe den Schlossplatz zum See. Neue Wegeführungen, die als Sichtachsen zwischen den neuen Spiel- und Bewegungsräumen und dem See liegen, setzen sich als hölzerne Stege in den See hinein fort, weiten sich am Endpunkt als Plattform mit Sitzpodesten und lassen attraktive Aufenthaltsmöglichkeiten direkt am Wasser entstehen. Die Akzentuierung und Wiederentdeckung der außergewöhnlichen Wasserlagen wirkt profilbildend für Tourismus und Standortmarketing und fördert die Eigenidentifikation der Bürger mit der Stadt.

Stadtbucht als verbindende Klammer.
Mit Blickbezügen auf den See, die Stadtbucht und das Schloss ist das Wasser nun integraler Bestandteil des Parks. Es entstand eine neu interpretierte, sichtbar zeitgenössische Kulturlandschaft. In unmittelbarer Nähe zur historischen Altstadt, stellt die umfassend neugestaltete Stadtbucht den städtischen Auftakt des neuen Freiraumerlebnisses dar, die als Scharnier den historischen Schlossgarten mit dem Seepark verbindet. Die weitläufige Promenade aus anthrazitfarbenem Natursteinpflaster verbindet optisch Stadt und See. Durch die Bucht flaniert man auf großformatigen Gehwegplatten bis in den Seepark. Ein Holzdeck folgt der Uferpromenade und rahmt die Stadtbucht ein. Gefaltete Sitzmöbel schaffen Aufenthaltsbereiche direkt an der Wasserkante. Ein großzügig geschnittenes Holzdeck erweitert die Promenade in den See und lädt zum Verweilen ein. So konnten Attraktivität als Wohnort für junge Familien, wie ebenso touristische Anziehungspunkte geschaffen werden.

Reaktivierung des Seeparks.
Der Seepark ist als Gegenpol zum historischen Schlossgarten entwickelt und entlastet diesen vom bisherigen Nutzungsdruck. Die Spielangebote lagern sich an die neuen Parkachsen zum Wasser an. Die Gliederung der Spielaktivitäten sowohl inmitten als auch am Rand des Seeparks funktioniert als verbindendes Element. Dabei zielt die Verteilung über die Fläche, insbesondere die Platzierungen entlang der Wege, auf die spontane Nutzung. Im nördlichen Bereich befindet sich der Seespielplatz, der mit den Themen See und Wald die ortsspezifischen Besonderheiten aufgreift. Betonwellen, Wackelwald, Baumhäuser, die zum Hangeln und Klettern motivieren, ein reusenartiger Netztunnel und das abstrakte Spielschiff integrieren die ikonischen Formen der Umgebung. Mit dem Waldgartenband an der Bebauungskante zur Stadt erhält der Seepark den Charakter eines Stadtparks. Unter alten Bäumen finden sich Boule, Tischtennis, Schaukeln, Fitnessgeräte: Angebote für alle Generationen. An einen Sandstrand schließen sich Sportflächen für Beachvolleyball und Streetball sowie eine Liegewiese und Ruhebereiche an.

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