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Hahnplatz

Prüm

Der Hahnplatz im Eifel-Städtchen Prüm nahe der deutsch-belgischen Grenze liegt in einer Senke zu Füßen der einstigen Benediktiner-Abtei mit der Klosterkirche St. Salvator, umgeben von der reichen Vielfalt der Mischwälder auf bewegter Mittelgebirgslandschaft. Er bildet einen ruhigen Rahmen innerhalb dessen die Geschichte der Bauwerke aus dem 8. Jahrhundert wirken kann. Das in aller Konsequenz Verwendung findende, typische Eifel-Material Basalt dominiert die Platzgestaltung. In liebevoller Detailarbeit ist es gelungen dem Basaltgestein unterschiedliche Form und Format zu verleihen und einen Hauch von italienischer Piazza über die Karolingerstadt zu legen.

Die ehemals stark zergliederte Platzfläche, dominiert durch die Verkehre der tangierenden Bundesstraßen und eine starke topografische Teilung, bot wenig Aufenthaltsqualität - die zusammenhanglosen Flächen wurden weder ihrer zentralen Lage noch der angrenzenden Basilika gerecht.

Durch die Neugestaltung entstand ein lebendiger Platz im Herzen von Prüm, der für alle Gruppen gleichermaßen attraktiv und nutzbar ist.
Die offene und klar strukturierte Platzfläche bildet in ihrer hochwertigen Gestaltung einen einheitlichen Gesamtraum, der durch seine Großzügigkeit und Proportion die St. Salvator Basilika in ein angemessenes Ensemble integriert. Ehemals verbaute Blickbeziehungen werden durch das Konzept freigelegt und betont.

Geschwungene Bänder aus Basalt gliedern den Platzraum und vermitteln den Höhenunterschied. Ein Fontänenfeld sorgt für Abkühlung im Sommer und erzeugt eine entspannende Geräuschkulisse. Ausschließlich rotlaubige Pflanzen stärken die Konsequenz des Konzeptes. Eigens entworfenes Mobiliar aus Holz und Bronze rundet die hochwertige Gestaltung ab.

In lauen Sommernächten lässt sich ein feines Lichtspiel auf dem Platz beobachten. Notwendiges ist reduziert und funktionsgemäß zusammengefasst.


Abendlicher Blick über den Hahnplatz auf die St. Salvator Basilika © Nikolai Benner, Planorama Landschaftsarchitektur, 2019


Hahnplatz von oben © Nikolai Benner, Planorama Landschaftsarchitektur, 2019


Hahnplatz | Detail rotlaubige Baumpflanzung, Möblierung und Basaltbeläge © Nikolai Benner, Planorama Landschaftsarchitektur, 2019


Hahnplatz | Detail Möblierung: individuell entworfene Bank aus Holz und Bronze © Nikolai Benner, Planorama Landschaftsarchitektur, 2019


Hahnplatz | Detail Basaltstufen und Basaltpflaster © Nikolai Benner, Planorama Landschaftsarchitektur, 2019


Hahnplatz | Detail Pflanzung © Nikolai Benner, Planorama Landschaftsarchitektur, 2019


Hahnplatz | Detail Pflanzung und Freisitz im südwestliche Platzbereich © Nikolai Benner, Planorama Landschaftsarchitektur, 2019


Hahnplatz | Detail Fontänenfeld, Detail Basaltpflaster und Stufen © Nikolai Benner, Planorama Landschaftsarchitektur, 2019


Hahnplatz | Detail Fontänenfeld, Detail Lichtkonzept und Leuchten © Nikolai Benner, Planorama Landschaftsarchitekturma, 2019


Abendstimmung am Hahnplatz © Nikolai Benner, Planorama Landschaftsarchitekturma, 2019


Entwurfsverfasser
Maik Böhmer, Planorama Landschaftsarchitektur

Mitarbeiter
Thomas Lücke
Fabian Karle


Fachplaner / Bauleitung
Ingenieurbüro Oehlschläger, Bentwisch (Wasser- und Springbrunnentechnik)
Firma AUTEC Softwareentwicklung und Hardwareplanung GmbH, Spiesen-Elversberg (Elektrotechnik)

am Bau beteiligte Firmen
Firma Christoph Schnorpfeil GmbH & Co. KG, Trier (Frei- und Verkehrsanlagen)
Firma Gajek, Georgensgmünd (Brunnentechnik)


Auftraggeber | Bauherr
Stadt Prüm
Stadtbürgermeister
Hahnplatz 1
54595 Prüm

Bearbeitungszeitraum
Planung 2014 bis 2016, Realisierung 2016 bis 2019

Planungs- / Baukosten
3,51 Mio. € (KG 500 netto)