Bitte warten Sie.
Ihre Datei wird zum Server gesendet.


Hanns-Glückstein-Park

Mannheim

GREENBOX Landschaftsarchitekten gewannen in 2014 den 1. Preis beim städtebaulich-freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb. Der Park ist durch den wertvollen Baumbestand und seine signifikante Dreiecksform gekennzeichnet. Die Geometrie des Grundstücks und die Baustruktur der benachbarten Quartiere wurde in Form von verbindenden Wegen weitergeführt, sodass ein charakterstarkes "Corporate Design" für das "Parkdreieck" entsteht, dass konsequent bis in die Details des Mobiliars und der Spielangebote umgesetzt wurde. Die Stadtvillen Stadtraum, Architektur und Freiraum werden zu einer Einheit, die Stadtvillen werden Teil des Parks.

Um den urbanen Charakter des neuen Glücksteinquartiers entlang der Südseite der Glücksteinallee fortzuführen, lassen wir hier eine neue Wohnbebauung in Form von Stadtvillen entstehen, die in ihrer Taktung zur Straße eine klare Kante ausbilden und durch eine fensterhafte Öffnung gegenüber des Werkstattgebäudes ein deutliches "Tor zum Park" ausbilden. Die Blickwinkel und Sichtbeziehungen vom Park auf das historische Ensemble Werkstattgebäude/Lokschuppen sowie die Baufluchten der umliegenden Bebauungen bestimmen die baulichen Kanten und die polygonalen Kubaturen der neuen Architektur. Die Glücksteinallee liegt im Mittel ca. 1,50m oberhalb des Niveaus des Parks. Wir nutzen die Topographie, um unterschiedliche Ebenen von Privatheit bzw. Öffentlichkeit zu schaffen. Die Stadtvillen liegen mit ihrem unmittelbaren Wohnumfeld auf dem obersten Niveau. Zum Park hin wird das Gelände über Rasenterrassen mit Sitzkanten abgestuft. Durch die Terrassierung entsteht eine subtile, psychologische Differenzierung der Freiraumnutzungen: Oben die Stadtvillen mit den gebäudenahen Freiflächen, auf Zwischenebenen der halböffentliche Übergangsbereich und schließlich auf "Bestandsniveau" der öffentliche Park. Über eine Querung an der Glücksteinallee führt vom Ensemble Werkstattgebäude/Lokschuppen eine platzartige Aufweitung mit großzügiger Freitreppe in den Park. Am Fuße der Rasenterrassen akzentuiert eine holzverkleidete Sitzmauer die "Schnittstelle" zwischen den wohnungsnahen Freiräumen und öffentlichem Park. Rasenflächen und Baumgruppen prägen den offenen Charakter des Parks. In der Südspitze des "Parkdreiecks" bildet ein Spielplatz einen Schwerpunkt mit öffentlichen Spielangeboten für Kinder. Eine Kletterlandschaft und vielfältige Sandpiele sprechen Jungen und Mädchen verschiedener Altersklassen an. Ansonsten bieten die baumbestandenen Rasenflächen ausreichend Spiel- und Bewegungsraum für die Nutzer des Parks. Bänke entlang der Wege laden zum Verweilen ein. Der gesamte Park ist robust und wartungsarm konzipiert. Die erhaltenswerten Bäume werden in die Gestaltung integriert.


Die Spiellandschaft ist barrierefrei zugänglich. Ein vielfältiger Parcours aus Holz lädt zum Rutschen, Balancieren und Klettern ein. Die polygonale Formensprache führt das "Corporate Design" und die Grundstruktur des Parks konsequent fort. © Nikolai Benner, Kassel, GREENBOX Landschaftsarchitekten, 2018


Die Rasenterrassen mit eingesteruten Gehölzen schaffen eine subtile Trennung zwischen den privaten Freiflächen der Stadtvillen und dem öffentlichen Park. © Nikolai Benner, Kassel, GREENBOX Landschaftsarchitekten, 2018


Der neue Spielplatz fügt sich in die Gestaltungssprache des Parks ein. © Nikolai Benner, Kassel, GREENBOX Landschaftsarchitekten, 2018


Die neu angelegten Wege durch den Park sind ganzjährig nutzbar und auch mit dem Rollstuhl problemlos befahrbar. Die Wege führen die Linien der Straßen fort, die auf den Park zuführen. © Nikolai Benner, Kassel, GREENBOX Landschaftsarchitekten, 2018


Die großzügigen Rasenflächen und der alte Baumbestand bietet Raum für Freizeit, Spiel und Erholung. © Nikolai Benner, Kassel, GREENBOX Landschaftsarchitekten, 2018


Sitzstufen an den Rasenterrassen laden zum Verweilen ein. © Nikolai Benner, Kassel, GREENBOX Landschaftsarchitekten, 2018


Der Spielplatz ist durch die Konzeption der bespielbaren Landschaft mit Kletterwänden gegenüber der Straße geschützt und benötigt keine separate Einzäunung. © Nikolai Benner, Kassel, GREENBOX Landschaftsarchitekten, 2018


Quartiersspielplatz © Nikolai Benner, Kassel, GREENBOX Landschaftsarchitekten, 2018


Lageplan Wettbewerb © -, GREENBOX Landschaftsarchitekten, 2014


Vogelperspektive Wettbewerb © -, GREENBOX Landschaftsarchitekten, 2014


Entwurfsverfasser
Hubertus Schäfer, GREENBOX Landschaftsarchitekten Hubertus Schäfer + Markus Pieper PartG mbB

Mitarbeiter
Julia Hanschke
Kristina Zocholl
Lutz Neuschaefer

Ercan Ağirbaş, Ercan Ağirbaş Friends, Gelsenkirchen

Mitarbeiter
Mitarbeit: Frank Eitorf


Fachplaner / Bauleitung
- - -

am Bau beteiligte Firmen
Böttinger Garten- und Landschaftsbau GmbH


Auftraggeber | Bauherr
Stadt Mannheim

Bearbeitungszeitraum
05/2014-03/2018

Planungs- / Baukosten
2,7 Mio. € (netto)