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Nordhafenpark

Berlin

Das Umfeld und der historische Bestand des Nordhafenparks bilden eine markante und hybride städtische Situation. Sie wird geprägt vom historischen Becken des Nordhafens, von Parkstrukturen der Nachkriegsmoderne und durch die den Parkraum teilende Nordhafenbrücke. Mit dem Bau der angrenzenden Europacity erhält diese ambivalente Situation eine veränderte Bedeutung als Quartierspark. In diesem Kontext wurde der Nordhafenpark erweitert und umgestaltet.
Ziel war es, das Potential der vorhandenen Freiraumstrukturen im durch das Land Berlin beauftragten Westteil des Parks mit dem durch die Bayer Pharma AG finanzierten Ostteil auf Grundlage wiederkehrender Elemente in einem Zusammenhang zu entwickeln.

Dazu wurde die bestehende Erschließungsstruktur in ein strömendes Wegenetz transformiert, dessen Verlauf sich an den Bewegungen des Geländes orientiert. Übergeordnete Wegeverbindungen wurden definiert, zwischen denen entschleunigende Seitenwege vermitteln. Auf der Ostseite des Hafenbeckens wurden als Hauptwege der verbreiterte Uferweg – als Teil des Radfernwegs Berlin-Kopenhagen – und ein anstelle der zurückgebauten Straße am Nordhafen geschaffener Parkweg ausformuliert. Verschiedene Konturen der schwingenden Wegeverläufe sind als Sitzkanten ausgestaltet. In ihrer Lage fokussieren sie den Blick auf die Wasserfläche des Hafenbeckens.
Durch Landschaftstreppen werden am Ost- und Westufer des Hafenbeckens unmittelbare Blick- und Erschließungsachsen zwischen der Uferzone und den höheren Parkbereichen angelegt. Diese sanft ansteigenden Treppenläufe inszenieren die Wassergunst und bieten exponierte Aufenthaltsorte.
Die erhaltenen Kranstandorte, das historische Auslaufbauwerk und die Fähranlegestelle erhalten als Referenzen zur technischen Funktion des Hafenbeckens eine verbindende Gestaltung mit einheitlichen Geländern und Bodenabdeckungen aus Tränenblech. Die architektonischen Gartenplätze, Mauern und Treppen der Parkgestaltung aus den 1950er Jahren wurden saniert. Die räumliche Dichte des Parkraums wurde aufgelichtet und durch Neupflanzungen akzentuiert. Im an das Bayer-Gelände grenzenden Ostteil des Nordhafenparks wurden sanft modellierte Rasen- und Kräuterwiesenflächen geschaffen, die mit einem Strauchstreifen abschließen.

Mit der Neugestaltung wurden die Besonderheiten des Parkraums im Umfeld des Hafenbeckens gestärkt und historische Kontinuitäten bewahrt, um den Nordhafenpark als Imageträger in einem neu definierten städtischen Kontext zu entwickeln.


Die Gestaltung fokussiert den Blick auf die Wasserfläche des Nordhafens. © Hanns Joosten, 2018


Landschaftstreppen und Wiesenbereiche inszenieren die Lage am Wasser. © Hanns Joosten, 2018


Die Gestaltung fokussiert den Blick auf die Wasserfläche des Nordhafens. © Hanns Joosten, 2018


Neue Staudenpflanzungen treten in Kontrast zum älteren Baumbestand. © Hanns Joosten, 2018


Das technische Bauwerk des Hafenbeckens bildet das Zentrum des Parks. © Hanns Joosten, 2018


Die durch das Hafenbecken getrennten Parkbereiche werden zu einer Einheit verbunden. © Hanns Joosten, 2018


In der Uferzone des Parks werden unterschiedlich dimensionierte Aufenthaltsbereiche ausformuliert. © Hanns Joosten, 2018


Der Nordhafenpark bietet vielfältige Aufenthaltsqualitäten am Wasser. © Hanns Joosten, 2018


Der Nordhafenpark verbindet das Umfeld des Hafenbeckens zu einer Einheit. © relais Landschaftsarchitekten


Entwurfsverfasser
relais Landschaftsarchitekten Heck Mommsen PartGmbB

Mitarbeiter
Gero Heck, Marianne Mommsen, Kirsten Polifka, Bettina Roggenbach, Elisabeth Biederbick, Martha Wegewitz, Thomas Thränert


Fachplaner / Bauleitung
Bauleitung: Rainer Tornow

am Bau beteiligte Firmen
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Auftraggeber | Bauherr
Land Berlin / Bayer Pharma AG

Bearbeitungszeitraum
2014 - 11/2017

Planungs- / Baukosten