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Quellplatz Hollerstauden

Ingolstadt

Der neue Quellplatz erzeugt mit einer modernen und robusten Gestaltung eine Adresse in Ingolstadt – Hollerstauden. Die aus dem Bestand gegebene Thematik des Wassers wird aufgegriffen und findet sich in der Gestaltung und Materialwahl des neuen Quartiersplatzes wieder. Das Wasser gliedert die Fläche in drei wesentliche Bereiche. Den „schnellen“ und lebendigen Mehrgenerationen-Spielbereich westlich des Wasserlaufes, den „langsamen“ und ruhigen Aufenthaltsraum auf der östlichen Seite, und den südlich des Baches gelegenen Eingangsbereich.

Der Entwurf für den Quellplatz sieht eine offene und einladende Platzgestaltung vor. Der vorgefundene Quellstein und die Wassertechnik werden als zentrale Elemente des Platzes im Bestand gehalten und die Thematik des Wassers wird der neuen Gestaltung zugrunde gelegt.
Westlich des Wasserlaufes entsteht ein multifunktionaler Spielbereich in einem blauen Kunststoffbelag. Als räumliche Abgrenzung zum weiten, westlich brachliegenden Flurstück, wird eine erhöhte Blockstufe vorgesehen. Diese bildet einen klaren Abschluss auch im Falle einer späteren Bebauung. Die Sitzelemente „Flusskiesel“ gliedern den Raum und erzeugen Orte des Aufenthalts und des inoffiziellen Spiels. Der Spielbereich wird mit „Wackelfischen“ ergänzt. Schwebende Trittsteine mit Aussparungen zum Wasserdurchfluss liegen im Wasserlauf und verbinden den „schnellen“ Spielbereich mit dem östlich des Wasserlaufs gelegenen, ruhigen Aufenthaltsraum. Das raue Pflaster des östlichen Platzes „verlangsamt“ den Ort. Eine extensive, blau-grüne Stauden- und Gräserpflanzung erzeugt einen grünen Rand zur bestehenden, höher gelegenen Wohnbebauung. Eine frei am Bachlauf angeordnete Doppelsitzbank sowie weitere am Platzrand in Pflanztaschen angeordnete Sitzbänke werden Treffpunkt, Kommunikationsort und bieten Raum für ruhiges Verweilen. Die spielenden Kinder auf der anderen Seite des Wasserlaufs können im Blick behalten werden. Ein barrierefreier und behindertengerechter Weg aus geschnittenem Kleinstein fügt sich in die Pflasterung ein und führt von Süden über das Brückenbauwerk bis zum nördlichen Platzabschluss. Die Bäume auf dem Quellplatz springen in polygonal ausgeformten „Pflanzkristallen“ frei über die Platzfläche, bilden Raum, spenden Schatten und bespielen die Fläche. Als lichte Kleinbäume werden im Sinne der Thematik des Wassers Gold-Erlen (Alnus incana „Aurea“) vorgesehen. Der Baum bietet das ganze Jahr über einen farbigen Blatt- und Fruchtschmuck ohne dem Quartiersplatz den urbanen Charakter zu nehmen.
Südlich des Bachlaufs und der Brücke wird ein neuer Eingangsbereich zum Quellplatz angelegt. Ein kleiner, ruhiger Ort mit Sitzmauer mit Holzauflage bietet Raum zum Verweilen. Eine Pflanzfläche ähnlich der Pflanzung an der östlichen Platzkante bildet einen Rücken für die Sitzbank und einen Abschluss zur Straße. Fahrradanlehnbügel und Abfallbehälter werden auf der Platzfläche integriert. Alle Bereiche werden gut einsehbar, übersichtlich und mit Blickbeziehungen zwischen den einzelnen Orten gestaltet. Die Materialwahl wird bewusst einfach, robust und pflegeleicht gehalten.


01 Ein moderner, multifunktionaler Freiraum für das Quartier. © Paul Giencke, gm013 landschaftsarchitektur


02 Das Thema Wasser trocken gedacht: Flusskiesel und blauer EPDM-Belag. © Marco Mattelig, gm013 landschaftsarchitektur


03 Trockenübungen und Hüpfsteine über den Wasserlauf. © Marco Mattelig, gm013 landschaftsarchitektur


04 Wasserspiel! © Marco Mattelig, gm013 landschaftsarchitektur


05 Blau-grüne Pflanzthemen. © Marco Mattelig, gm013 landschaftsarchitektur


06 Schwebender Flusskiesel. © Marco Mattelig, gm013 landschaftsarchitektur


07 Vielfalt auf kleinem Raum. © Marco Mattelig, gm013 landschaftsarchitektur


08 Wackelfisch in Begleitung. © Marco Mattelig, gm013 landschaftsarchitektur


Entwurfsverfasser
Paul Giencke, gm013 landschaftsarchitektur

Mitarbeiter
Entwurfsverfasser: Marco Mattelig, Paul Giencke
Mitarbeit: Luca Torini


Fachplaner / Bauleitung
- - -

am Bau beteiligte Firmen
S & F Tiefbau GmbH


Auftraggeber | Bauherr
Stadt Ingolstadt

Bearbeitungszeitraum
2013 - 2016

Planungs- / Baukosten
140.000,- € netto